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Indoorspielplatz eröffnen: 6 Fehler, vor denen wir unsere Kunden seit 30 Jahren bewahren

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Lesezeit: 7 Minuten

Nach 30 Jahren im Bau von Indoorspielplätzen, Trampolinparks und Family Entertainment Centern lässt sich eines klar sagen: Die meisten Fehler sind keine Überraschungen. Sie sind bekannt. Und sie passieren trotzdem.

Nicht weil Betreiber unvorsichtig wären. Sondern weil in der Planungsphase oft niemand da war, der frühzeitig die richtigen Fragen gestellt hat.

Bei der Planung unserer 30 Jahre HPS Jubiläumsfeier kamen wir bei einer guten Tasse Kaffee, die bei uns im Office nie fehlen darf, zu einigen Anekdoten unseres Geschäftsführers Martin Schuster. Daraus ergaben sich auch die Does and Dont’s die er in den drei Jahrzehnten erlebt hat. Diese Erfahrung ist wirklich Goldwert und wir dachten uns, dass wir sie Ihnen, die Sie einen Indoorspielplatz oder ein Family Entertainment Center eröffnen möchten, nicht vorenthalten wollen. Wir sprachen über die Fehler, die Martin in drei Jahrzehnten am meisten beschäftigt haben. Über die Punkte, die Projekte wirtschaftlich gefährden und über das, was erfolgreiche Betreiber von Anfang an anders machen.

Martin Schuster führt die HPS Play Company und bringt die Erfahrung aus über 30 Jahren aktiver Projektleitung und mehr als 1.000 realisierten Indoorspielplätzen in Österreich, der Schweiz und Südtirol mit in jedes Beratungsgespräch.

Interview: „Das sind die Fehler, die wir immer noch beobachten"

Fehler 1 von 6: Der Check-in wird isoliert geplant

Martin, welcher Fehler begegnet dir nach 30 Jahren am häufigsten – bei Projekten, die ohne eure Beratung gestartet sind?

„Der Check-In. Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber es ist meistens der erste Hinweis darauf, wie der gesamte Betrieb gedacht wurde.

Wer ohne unsere Beratung plant, baut fast immer dasselbe: einen separaten Tresen, irgendwo in der Halle, an dem eine Person sitzt und wartet. Wartet, dass jemand kommt. Wartet, dass jemand geht. In der Zwischenzeit passiert nichts anderes.

Was wir empfehlen, ist eine Situation, in der der Check-In architektonisch in den Betrieb eingebettet ist. Kurze Wege, klare Sicht, weniger Personal das mehr schafft. Wenn mehr Betrieb ist, kommt einfach eine Person dazu. Aber die Struktur ist von Anfang an effizient. Das lässt sich im laufenden Betrieb kaum mehr korrigieren."

Fehler 2 von 6: Die Raumaufteilung wird nicht zu Ende gedacht

Was ist nach dem Check-In der häufigste Planungsfehler?

„Die Zonierung. Wo kommen die Partyräume hin, wo ist die Küche, wie verlaufen die Wege zwischen Eingang, Sitzbereich und Gastronomie? Das sind Fragen, bei denen viele zu wenig Zeit investieren. Dabei entscheiden sie direkt über die Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

Partyräume am anderen Ende der Halle klingen nach einer Kleinigkeit. Aber das Personal läuft den ganzen Tag durch den Betrieb und verliert dabei Zeit und Energie. Wenn das System, in dem jemand arbeitet, ständig bremst, merkt man das früh, weil es frustriert. Gute Mitarbeiter bleiben nicht in Betrieben, in denen ihre Arbeit unnötig schwer gemacht wird.

Wir planen so, dass ein Betrieb mit weniger Personal mehr leisten kann. Das funktioniert aber nur, wenn es vor dem Bau mitgedacht wird."

Jeder Schritt im Betrieb kostet Zeit, Personal und Geld. Das klingt banal, bis man es täglich erlebt.

Fehler 3 von 6: Das Investment bleibt unter der kritischen Schwelle

Welcher Fehler kann ein Projekt wirtschaftlich am stärksten gefährden?

„Zu wenig investieren. Es gibt eine Mindestgröße, ein Mindestinvestment, eine Mindestausstattung. Wer darunterbleibt, hat ein strukturelles Problem, das sich genau dann zeigt, wenn es gut läuft. Ich will damit niemanden unter Druck setzen, aber man darf auch nicht blind in die Sache reingehen.  

An Wochenenden, bei schlechtem Wetter, wenn viele kommen wollen: dann muss ein Betrieb das auch auffangen können. Wenn die Kapazität nicht stimmt, wenn die Anlage nicht hält, was der Eintrittspreis verspricht, dann kommen Gäste einmal. Und dann nicht mehr.

Wer aus Kapitalmangel an Größe oder Qualität spart, spart am falschen Ende. Das ist bei Kettenanbietern einfacher als bei Einzelstandorten. Kettenanbieter haben den Vorteil, dass sie bereits wissen, was funktioniert, sind auch bei der Zielgruppe schon etablierter und haben mehr Bekanntheit. Bei Einzelbetrieben entscheidet definitiv der erste Besuch, ob ich wiederkommen möchte oder nicht. Dieser Moment kann nicht wiederholt werden."

Fehler 4 von 6: Standort und Parkplatz werden falsch bewertet

Wie wichtig ist der Standort wirklich, und was wird dabei am meisten unterschätzt?

„Der Standort ist wichtig, aber nicht so, wie viele denken. Zentrale Lage klingt gut, ist aber allein kein Erfolgsfaktor. Was wirklich zählt ist, wie einfach es für Familien ist, anzukommen.

Parkplatz direkt vor der Tür heißt kein langer Weg im Regen, keine gefährliche Straße zu überqueren und keine Barrieren mit Kinderwagen. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit. In der Praxis ist es das erstaunlich selten.

Familien entscheiden spontan. Wenn das Ankommen unkompliziert ist, kommt man wieder. Wenn nicht, fährt man beim nächsten Mal woanders hin. Das ist leichter gesagt als in der Praxis gelöst, das weiß ich. Aber wer diesen Punkt in der Standortwahl nicht ehrlich bewertet, wird es irgendwann im Betrieb spüren."

Ein guter Standort ist nicht unbedingt der zentralste. Er ist der am leichtesten erreichbare.

Fehler 5 von 6: Die Gastronomie wird unterschätzt

Warum ist die Gastronomie so oft ein Schwachpunkt?

„Weil viele sie als Nebenpunkt betrachten. Dabei macht die Gastronomie in einem gut geplanten Indoorspielplatz mindestens ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Wer darauf verzichtet oder auf Automaten setzt, verliert nicht nur Umsatz. Er verliert auch ein wichtiges Stück Aufenthaltsqualität.

Was Gäste wollen, ist kein Geheimnis. Pizza, Pommes, Chicken Wings. Schnell, anständig, fair im Preis. Keine umfangreiche Karte, die das Personal überfordert. Ein gutes Tagesspecial macht mehr Eindruck als zehn mittelmäßige Gerichte.

Gönnen erlaubt: Ein Familientag ist wie ein kleiner Urlaub vom Alltag. Da darf es auch mal Pizza statt Salat sein. Hauptsache, es schmeckt allen!

Ein Besuch im Indoorspielplatz ist für Familien wie ein kleiner Mini-Urlaub. Zuhause achtet man meist auf ausgewogene Ernährung. Im Indoor-Spieleparadies dürfen es auch mal Pommes mit Ketchup sein. Das gehört dazu.

Was stimmen muss: Man muss wissen, was man tut. Wie Kinder spielen, muss niemand erklären. Bei der Gastronomie braucht es ein Minimum an Konzept, Kompetenz und Kalkulation."

Fehler 6 von 6: Die ersten zwei Jahre werden unterschätzt

Was ist der Fehler, der sich am spätesten zeigt, aber am tiefsten wirkt?

„Die Erwartung an die ersten zwei Jahre. Viele unterschätzen, wie lange es dauert, bis ein Indoorspielplatz wirklich etabliert ist. Bis sich ein stabiler Kundenstock aufgebaut hat. Bis das Stammpersonal gefunden und eingespielt ist. Bis der Bekanntheitsgrad stimmt.

Das dauert in der Regel zwei Jahre. Wer nach sechs Monaten enttäuscht ist, weil noch nicht viel läuft, hatte die falsche Erwartung. Wer nach einem Jahr aufgibt, gibt genau dann auf, wenn es anfangen würde zu funktionieren.

Betreiber, die selbst präsent sind und die erste Zeit aktiv mitgestalten, bauen schneller ein funktionierendes Team auf. Gutes Personal oder die „Fixsterne“, die das Gespür für die Gäste haben, kristallisiert sich über Zeit heraus. Das kommt nicht von allein und nicht schnell. Aber wer diese Phase durchhält und in ihr die richtigen Entscheidungen trifft, hat danach etwas Tragfähiges aufgebaut."

Was diese 6 Fehler gemeinsam haben

Keiner davon ist Pech. Sie alle entstehen in der Planungsphase, oft bevor der erste Plan gezeichnet wird, und sie alle lassen sich vermeiden.

Was die Betreiber, die heute erfolgreich sind, gemeinsam haben: Sie haben früh die richtigen Fragen gestellt. Nicht alle hatten perfekte Voraussetzungen. Aber sie haben sich rechtzeitig beraten lassen.

30 Jahre Erfahrung lassen sich nicht in einen Artikel packen. Aber sie stehen bereit für Ihr Projekt.

Lassen Sie Profis über Ihre Vision schauen, bevor der erste Spatenstich erfolgt.

Ein 30-minütiges Gespräch mit Martin Schuster kann Ihnen Monate an Korrekturzeit ersparen. Wir wissen, was funktioniert, und was nicht.

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FAQ: Häufige Fragen zum Start eines Indoorspielplatzes

Wie groß sollte ein Indoorspielplatz mindestens sein, um wirtschaftlich zu funktionieren?
Es gibt keine universelle Zahl. Das hängt von Konzept, Standort und Zielgruppe ab. Was klar ist: Es gibt eine kritische Mindestgröße, unterhalb derer ein Betrieb strukturell schwierig wird. Wer diese Schwelle nicht erreicht, kämpft dauerhaft gegen ein Problem an, das sich nicht weginvestieren lässt.

Braucht ein Indoorspielplatz immer eine Gastronomie?
Ja. Gastronomie ist keine Option, sie ist eine wesentliche Umsatzkomponente. Wer darauf verzichtet oder auf Automaten setzt, lässt einen erheblichen Teil des möglichen Umsatzes liegen und schwächt das Gesamterlebnis.

Wie lange dauert es, bis ein Indoorspielplatz rentabel ist?
Richtwert aus unserer Erfahrung: zwei Jahre, bis ein stabiler Kundenstock aufgebaut ist und der Betrieb läuft. Wer diesen Zeitraum realistisch einplant und in dieser Phase Qualität und Präsenz hochhält, ist langfristig im Vorteil.

Was kostet ein Indoorspielplatz in Planung und Bau?
Das hängt von Größe, Konzept, Standort und Ausstattung ab. Wir geben auf Basis des konkreten Vorhabens eine ehrliche Einschätzung, ohne Schönrechnerei.

Wie wichtig ist die Parkplatzsituation wirklich?
Sehr wichtig. Oft wichtiger als die Lage selbst. Familien mit Kindern entscheiden sich gegen einen Besuch, wenn der Weg vom Auto zum Eingang umständlich oder wetterexponiert ist. Das wird regelmäßig unterschätzt.

Was macht gutes Personal in einem Indoorspielplatz aus?
Belastbarkeit, Erfahrung und echtes Gespür für Gäste. Gutes Stammpersonal kommt nicht auf Bestellung. Es wächst über Zeit. Betreiber, die selbst präsent sind und die ersten Jahre aktiv mitarbeiten, bauen schneller ein funktionierendes Team auf.

HPS Play Company plant und baut Indoorspielplätze, Trampolinparks und Family Entertainment Center in Österreich, der Schweiz und Südtirol. Seit 1996.


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